Home / Nationale Arbeitsbeziehungen / Länder / Dänemark / Finanzielle Beteiligung

Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Das Thema finanzielle Mitarbeiterbeteiligung wird in Dänemark schon seit den 1960er Jahren diskutiert. Beteiligungsmodelle sind in Dänemark im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern weit verbreitet.

Seit Mitte der 1960er Jahre bis in die 1970er Jahre hinein wurde in Dänemark eine öffentliche Diskussion über Beteiligungsfonds als überbetriebliche Form finanzieller Mitarbeiterbeteiligung geführt. Die Diskussion wurde ursprünglich von den Gewerkschaften angeregt und von der Regierung aufgegriffen. Umgesetzt wurden die vorgeschlagenen Ansätze jedoch nicht. 1979 gab es einen Versuch, eine Beteiligung am Unternehmenserfolg verpflichtend einzuführen. Doch auch dieses Bestreben scheiterte. Stattdessen gewannen in den 1980er Jahren Erfolgsbeteiligungsmodelle auf freiwilliger Basis in der Praxis an Bedeutung.

Bereits seit 1958 gibt es in Dänemark gesetzliche Regelungen für Kapitalbeteiligungen und Gewinnbeteiligungen. Bis zum 1. Januar 2012 war es möglich, gratis und steuerfrei Anleihen an Mitarbeiter auszugeben. Im Januar 2012 wurden viele steuerliche Anreize für Mitarbeiterbeteiligungen abgeschafft.1 Es galten verschiedene Übergangsregelungen, die jedoch zum 1. Januar 2013 ausgelaufen sind. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle sind in Dänemark im europäischen Vergleich zwar weit verbreitet. Seit 2010/2011hat die Verbreitung einzelnen Studien zufolge wohl ein wenig abgenommen.2

Wilke, Maack und Partner (2014) Länderberichte über finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa. Erstellt für www.worker-participation.eu. Die Berichte wurden erstmals 2007 veröffentlicht und 2014 vollständig aktualisiert.