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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

In Dänemark existierten bis Ende des Jahres 2011 steuerliche Anreize für verschiedene Arten der finanziellen Mitarbeiterbeteiligung. Die bisherigen Regelungen wurden zum 1. Januar 2012 weitestgehend abgeschafft.

 

 

Gemäß §7A des Besteuerungsgesetzes war bis zum Jahr 2012 möglich, Vorzugsaktien für 5 Jahre treuhänderisch einer Bank zu übergeben. Der Wert der Aktien durfte einen Betrag von 10% der jährlichen Lohn- bzw. Gehaltszahlungen des Mitarbeiters nicht übersteigen. Bei Erhalt der Aktien hatte der Arbeitnehmer keine Steuern zu entrichten, diese wurden bei Veräußerung der Anteile nach Ende der Haltefrist fällig. Das Unternehmen wiederum konnte die Aufwendungen für die an die Mitarbeiter ausgegebenen Aktien von der Bemessungsgrundlage der Körperschaftssteuer abziehen.

 

 

Am 1. Januar 2012 wurden die bisherigen Regelungen weitestgehend abgeschafft. Seitdem werden Aktienoptionen und Aktienbeteiligungsprogramme am Tag der Ausübung besteuert. Der Gewinn bei Ausübung der Aktienoption wird als Einkommen besteuert mit einem Steuersatz von maximal 56%.1 Die neuen Regelungen gelten für Aktienbeteiligungen oder ähnliche Beteiligungen, die am 1. Januar 2012 oder später ausgegeben werden. Aktienoptionspläne können individuell oder auch kollektiv vereinbart werden.2

Wilke, Maack und Partner (2014) Länderberichte über finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa. Erstellt für www.worker-participation.eu. Die Berichte wurden erstmals 2007 veröffentlicht und 2014 vollständig aktualisiert.