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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Die Daten über die Verbreitung der finanziellen Beteiligung der Arbeitnehmer weisen für Griechenland nur geringe Werte aus. Zu diesem Ergebnis kommen alle bestehenden Untersuchungen.

 

 

Laut Ergebnissen der Cranet-Erhebung von 2010 führen knapp 9% aller Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten breit angelegte Kapitalbeteiligungsprogramme durch.1 Knapp 17% aller Betriebe bieten beschränkte Programme für ihre Beschäftigten an.2 Betrachtet man nur Aktienprogramme für Mitarbeiter in Führungspositionen, so ist die Verbreitung von Kapitalbeteiligungsmodellen in Griechenland zwischen 1992 und 1999/2000 von 6 auf 23% gestiegen. Ein Grund hierfür lag darin, dass die Zahl der börsennotierten Unternehmen in diesem Zeitraum erheblich zugenommen hatte. Viele der überwiegend in Familienbesitz befindlichen Unternehmen haben in dieser Anfangsphase Aktien an ihre Mitarbeiter herausgeben.3 Im Jahr 2009 hat sich laut Cranet-Studie dieser Wert jedoch wieder auf 15% reduziert.

 

 

Über breit angelegte Erfolgsbeteiligungsmodelle verfügten 2010 rund 7% aller Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten. In 10% der Unternehmen dieser Größenordnung wurden beschränkte Erfolgsbeteiligungsprogramme angeboten. Gesamtwirtschaftlich gesehen (das heißt sämtliche Betriebe in Griechenland zusammen genommen), ist der Anteil der Betriebe, die über (breit angelegte und beschränkte) Erfolgsbeteiligungsprogramme verfügen, zwischen 1992 und 1999 / 2001 erheblich gestiegen, nämlich von 13 auf 19%.

 

Dem „European Company Survey“, einer Befragung von mehr als 27.000 Personalverantwortlichen aus dem Jahr 2009 zufolge, bieten lediglich 4% der privaten griechischen Unternehmen mit 10 oder mehr Beschäftigten ihren Mitarbeitern eine Gewinnbeteiligung an.4 Im europäischen Vergleich ist dies ein unterdurchschnittlicher Wert (Durchschnittswert der 30 untersuchten europäischen Länder: 14%). Der Verbreitungsgrad von Gewinnbeteiligungsmodellen steigt mit zunehmender Unternehmensgröße leicht an. So hatten 4% der Unternehmen mit 10-49 Beschäftigten, 9% der Unternehmen mit 50-199 Mitarbeitern und 13% der Unternehmen mit 200 und mehr Beschäftigten ein Gewinnbeteiligungsmodell. Lediglich 2% der privaten Unternehmen in Griechenland verfügen über Modelle der Kapitalbeteiligung (europäischer Durschnitt: 5%).

 

 

Gemäß den Befunden des „Annual Economic Surveys of Employee Ownership in European Countries in 2012“ bieten ca. 17% der größten griechischen Unternehmensgruppen breit angelegte (Kapital-)Beteiligungsprogramme für die ganze Belegschaft an; dieser Wert liegt weit unter dem europäischen Durchschnitt von 53,3%.5 Die Anzahl der beteiligten Mitarbeiter in Griechenland ist rückläufig.

 

 

Weitere aktuelle Zahlen zur Verbreitung von Mitarbeiterbeteiligungsmodellen seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise in Griechenland liegen nicht vor. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Beteiligungsmodelle an Bedeutung verloren haben.

Wilke, Maack und Partner (2014) Länderberichte über finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa. Erstellt für www.worker-participation.eu. Die Berichte wurden erstmals 2007 veröffentlicht und 2014 vollständig aktualisiert.