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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Kapital- und Erfolgsbeteiligungen sind im europäischen Vergleich in Lettland unterdurchschnittlich verbreitet. Nach dem Ende der Privatisierungsphase hat in Lettland die Bedeutung von Kapitalbeteiligungen stark abgenommen.

 

 

 

Laut Daten, die im Rahmen der fünften Europäischen Erhebung über Arbeitsbedingungen (EWCS) ausgewertet wurden, liegt der Verbreitungsgrad von Erfolgsbeteiligungsprogrammen in Lettland bei 7,8% und von Kapitalbeteiligungsprogrammen bei rund 0,9%.1 Mit diesen Zahlen liegt Lettland in dieser Studie im Vergleich der europäischen Länder eher im hinteren Drittel.

 

Dem „European Company Survey“, einer Befragung von mehr als 27.000 Personalverantwortlichen in Europa aus dem Jahr 2009 zufolge haben 4% der privaten Unternehmen in Lettland mit 10 oder mehr Beschäftigten ein Kapitalbeteiligungsmodell. Der Verbreitungsgrad von Gewinnbeteiligungsprogrammen liegt gemäß „European Company Survey“ bei 10%. Im europäischen Vergleich ist dieses ein leicht unterdurchschnittlicher Wert (Durchschnittswert der 30 untersuchten europäische Länder: 14%). Der Verbreitungsgrad von Gewinnbeteiligungsmodellen variiert mit der Unternehmensgröße. So hatten 9% der Unternehmen in Lettland mit 10-49 Beschäftigten, 17% der Unternehmen mit 50-199 Mitarbeitern und 30% der Unternehmen mit 200 und mehr Beschäftigten ein Gewinnbeteiligungsmodell.2

Gemäß den Befunden des „Annual Economic Survey of Employee Ownership in European Countries in 2012“ bieten 33,3% der größten lettischen Unternehmensgruppen breit angelegte (Kapital-)Beteiligungsprogramme für die ganze Belegschaft an (europäischer Durchschnitt: 53,3%).3

Wilke, Maack und Partner (2014) Länderberichte über finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa. Erstellt für www.worker-participation.eu. Die Berichte wurden erstmals 2007 veröffentlicht und 2014 vollständig aktualisiert.