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 Slowenien

Länderfakten

Bevölkerung2,055,496
Tarifvertragliche Abdeckung 90%
Gewerkschaftlicher Organisationsgrad 27%
Hauptebene von Tarifverhandlungen

Branche

Betriebliche Interessensvertretung

Gewerkschaft und Betriebsrat

Unternehmensmitbestimmung

ja: staatliche und private Unternehmen

Unternehmensstruktur

monistisch oder dualistisch (Wahlmöglichkeit)

Sources: see individual country sections; where a range of figures has been quoted, the lower number has been taken

Gewerkschaften

 

Rund ein Fünftel der Arbeitnehmer in Slowenien ist gewerkschaftlich organisiert. Die Gewerkschaften sind mit sieben unterschiedlichen Gewerkschaftsdachverbänden eher zersplittert, obwohl einer dieser Verbände, ZSSS, eine eindeutig vorherrschende Stellung einnimmt.

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Tarifverhandlungen

 

In Slowenien werden etwa zwei Drittel aller Arbeitnehmer von Tarifverhandlungen erfasst, allerdings gibt es keine genauen Zahlen. Die Verhandlungen finden auf Branchen- und Unternehmensebene und im öffentlichen Sektor auch auf nationaler Ebene statt. Seit einer Gesetzesänderung 2006 ist der Deckungsrad der Tarifverhandlungen zurückgegangen, da mit dieser Änderung des Arbeitsrechts die Verpflichtung für die Arbeitgeber entfiel, Mitglied der Industrie- und Handelskammer zu sein.

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Betriebliche Interessensvertretung

Die Vertretung der Arbeitnehmer auf betrieblicher Ebene wird in Slowenien sowohl durch Gewerkschaftsvertreter im Betrieb als auch durch den Betriebsrat gewährleistet. Beide haben ein Recht auf Unterrichtung und Anhörung, wobei der Betriebsrat weitergehende Rechte hat, Tarifverhandlungen aber nur von der Gewerkschaft geführt werden können.

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Unternehmensmitbestimmung

In größeren slowenischen Unternehmen gibt es eine Unternehmensmitbestimmung. In Unternehmen mit einer dualistischen Struktur stehen den Arbeitnehmervertretern zwischen einem Drittel und der Hälfte der Sitze im Aufsichtsrat  zu. In Unternehmen mit einem monistischen Leitungsgremium haben sie Anspruch auf mindestens ein Drittel der Sitze.

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Europäische Interessensvertretung

Die slowenischen Vertreter in Europäischen Betriebsräten und Europäischen Aktiengesellschaften werden im Allgemeinen auf einer Versammlung aller Mitarbeiter gewählt. Eine Ausnahme bildet die Vertretung auf Leitungsebene in der Europäischen Aktiengesellschaft (SE), wo die Arbeitnehmervertreter von dem Arbeitnehmervertretungsorgan der SE gewählt werden. Arbeitnehmervertreter in Leitungsgremien von nationalen slowenischen Unternehmen werden ebenfalls von den Betriebsräten gewählt. 

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Vertretung im Bereich des Arbeitsschutzes

In Slowenien werden die Arbeitnehmerinteressen im Bereich des Arbeitsschutzes in erster Linie vom Betriebsrat wahrgenommen, der in allen Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten eingerichtet werden kann. In betriebsratslosen Unternehmen wird ein Arbeitsschutzbeauftragter gewählt.

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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Slowenien hat eine lange Tradition der Arbeitnehmerbeteiligung, die in den 1950er Jahren in der Form der Arbeiterselbstverwaltung eingeführt wurde. Diese Tradition der Arbeitnehmerbeteiligung, die sowohl finanzielle Beteiligungsrechte als auch Mitbestimmungsrechte umfasste, wurde während der Übergangszeit seit den 1990er Jahren weiter geführt. Dies erklärt, dass die finanzielle Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer in Slowenien, die aus dem Privatisierungsprozess hervorgegangen ist, heute im Vergleich zu anderen EU-28-Ländern eher überdurchschnittlich ist – auch wenn diese seit dem Ende der Privatisierung wieder abgenommen hat.

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