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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung hat bislang keine weite Verbreitung in Griechenland gefunden. In der öffentlichen Diskussion ist keine allgemeine Haltung zur Frage der finanziellen Beteiligung erkennbar. Weder die Arbeitnehmer noch die Arbeitgeber oder die Regierung haben besondere Initiativen ergriffen, um diese Situation zu ändern.

 

 

Bis Anfang der 1990er Jahre war die finanzielle Beteiligung von Arbeitnehmern ein Thema in der Öffentlichen Diskussion, das auch von der Regierung unterstützt wurde.1 Seitdem jedoch keine Initiativen unternommen, um die finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer zu stärken.

 

Der fünften Europäischen Erhebung über Arbeitsbedingungen (EWCS)2 zufolge, die auf einer Befragung von Arbeitnehmervertretern basiert, sind Mitarbeiterbeteiligungsmodelle bei Beschäftigten in privatwirtschaftlichen Unternehmen nur wenig verbreitet. Nur 3,3% der Beschäftigten konnten im Jahr 2010 Erfolgsbeteiligungsmodelle nutzen. Kapitalbeteiligungsmodelle sind mit einem Verbreitungsgrad von 0,2% sogar noch weniger verbreitet. 2007 boten 13% der an der Athener Börse gelisteten Unternehmen Aktienoptionspläne an. Nur 1,8% der Arbeitnehmer waren an diesen beteiligt.3 Dies zeigt, dass die Verbreitung der finanziellen Mitarbeiterbeteiligung in Griechenland trotz bis dahin bestehender Steuervorteile sehr gering ist.

Wilke, Maack und Partner (2014) Länderberichte über finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa. Erstellt für www.worker-participation.eu. Die Berichte wurden erstmals 2007 veröffentlicht und 2014 vollständig aktualisiert.