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Irland  Irland

Länderfakten

Bevölkerung4,582,769
Tarifvertragliche Abdeckung 44%
Gewerkschaftlicher Organisationsgrad 31%
Hauptebene von Tarifverhandlungen

Unternehmen

Betriebliche Interessensvertretung

Gewerkschaft – aber es können weitere Gremien eingerichtet werden, seit 2006 auch auf Initiative der Arbeitnehmer

Unternehmensmitbestimmung

ja: staatliche Unternehmen

Unternehmensstruktur

monistisch

Sources: see individual country sections; where a range of figures has been quoted, the lower number has been taken

Gewerkschaften

In Irland gehört rund ein Drittel (34 %) der Arbeitnehmer einer Gewerkschaft an. Es gibt nur einen irischen Gewerkschaftsbund, den ICTU, aber die einzelnen Gewerkschaften, insbesondere die großen, sind mächtig und einflussreich.

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Tarifverhandlungen

Von 1987 bis 2009 wurden nationale Partnerschaftsabkommen abgeschlossen, die einen nicht verbindlichen Rahmen für Lohnverhandlungen in Irland lieferten. Das letzte dieser Abkommen, das 2008 unterzeichnet wurde, hat der Wirtschaftskrise jedoch nicht standgehalten. Im Privatsektor ist man zu Verhandlungen auf Unternehmensebene zurückgekehrt. Im öffentlichen Sektor hingegen ist nach Gehaltskürzungen eine Einigung zwischen der Regierung und den Gewerkschaften erzielt worden.

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Betriebliche Interessensvertretung

In Irland gibt es kein gesetzliches System für ständige Arbeitnehmervertretungsstrukturen. Die Beschäftigten in gewerkschaftlich organisierten Betrieben, also rund die Hälfte aller Arbeitnehmer, werden durch die Gewerkschaft vertreten. Im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinie über Unterrichtung und Anhörung sind neue Verfahren eingeführt worden, die jedoch keine bedeutenden Änderungen mit sich bringen.

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Unternehmensmitbestimmung

Arbeitnehmervertreter sind im irischen monistischen System der Unternehmensleitung nur in staatlichen Unternehmen vertreten, in denen sie in der Regel ein Drittel der Mitglieder des Leitungsorgans stellen. Durch Privatisierungsmaßnahmen ist die Zahl dieser Unternehmen gesunken, und dieser Trend setzt sich fort.

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Europäische Interessensvertretung

Da es in Irland keine allgemeingültige gesetzliche Struktur für die Arbeitnehmervertretung gibt, werden die irischen Mitglieder der europäischen Gremien in der Regel von der gesamten Belegschaft in einer besonderen Abstimmung gewählt. Für die Europäische Aktiengesellschaft gelten zum Teil andere Verfahren.

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Vertretung im Bereich des Arbeitsschutzes

In Irland werden die Arbeitnehmerinteressen im Bereich des Arbeitsschutzes hauptsächlich durch von der Belegschaft gewählte Sicherheitsbeauftragte wahrgenommen, die Beschäftigten im Betrieb können jedoch auch die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitgeber- Arbeitnehmer-Ausschusses für Arbeitssicherheit beschließen. Die Beschäftigten entscheiden selbst, wie ihre Vertreter ausgewählt werden.

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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Die von der irischen Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Entwicklung und Verbesserung der Gesetzes- und Steuervorschriften in den 1990er Jahren hatten zeitweilig zu einer Zunahme von Erfolgsbeteiligungs- und Kapitalbeteiligungsprogrammen geführt. Danach ist ihre Zahl allerdings wieder gesunken. Aktuell beträgt die Verbreitung von Erfolgsbeteiligungsmodellen in privaten Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten gemäß dem „European Company Survey“ 11%. Modelle von Kapitalbeteiligungen sind in 6% der irischen Unternehmen zu finden.

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