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Unternehmensmitbestimmung

Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern oder an denen der Staat erheblich beteiligt ist, sei es durch Miteigentümerschaft oder staatliche Unterstützung, müssen zwingend Arbeitnehmervertreter in den Verwaltungsrat entsenden. In der Regel stellen diese Vertreter ein Drittel der Mitglieder.

In Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten sowie in Unternehmen, an denen der Staat zu mindestens 25 % finanziell beteiligt ist oder die hinsichtlich ihrer Hauptaktivität staatliche Unterstützung erhalten, sind die Arbeitnehmer im Verwaltungsrat vertreten. 2002 gab es 15 Unternehmen mit Arbeitnehmervertretern im Verwaltungsrat.1

In Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten stellen die Arbeitnehmervertreter ein Drittel der Verwaltungsratsmitglieder. In Unternehmen mit staatlicher Beteiligung oder Hilfe wird für je 100 Arbeitnehmer ein Arbeitnehmervertreter in den Verwaltungsrat gewählt, wobei ihre Zahl mindestens drei betragen muss und nicht mehr als ein Drittel der Mitglieder des Verwaltungsrats ausmachen darf.

 

Die Arbeitnehmervertreter werden von den Personaldelegationsmitgliedern aus den im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmern gewählt. Die einzige Ausnahme bildet die Stahlindustrie, wo drei der Arbeitnehmervertreter von den Gewerkschaften bestellt werden können. Diese Vertreter müssen nicht zwingend unter den Beschäftigten des Unternehmens ausgewählt werden.

 

 

Die Arbeitnehmervertreter haben die gleichen Rechte und Pflichten wie die anderen Mitglieder des Verwaltungsrats und werden für eine gleich lange Amtszeit gewählt. Sie dürfen nicht mehr als zwei Verwaltungsräten angehören.

 

L. Fulton (2013) Arbeitnehmervertretung in Europa. Labour Research Department und ETUI. Erstellt mit Unterstützung des SEEurope Netzwerks. Online-Publikation, verfügbar unter http://de.worker-participation.eu.