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Malta  Malta

Länderfakten

Bevölkerung417,520
Tarifvertragliche Abdeckung 61%
Gewerkschaftlicher Organisationsgrad 51%
Hauptebene von Tarifverhandlungen

Unternehmen

Betriebliche Interessensvertretung

Gewerkschaft – in nicht gewerkschaftlich organisierten Betrieben andere Vertreter

Unternehmensmitbestimmung

nein

Unternehmensstruktur

monistisch

Sources: see individual country sections; where a range of figures has been quoted, the lower number has been taken

Gewerkschaften

Malta verzeichnet mit rund der Hälfte aller Arbeitnehmer einen vergleichsweise hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad. Zwei große Gewerkschaftsgruppen, GWU und UHM, stehen einander gegenüber, in denen ein breites Spektrum an Arbeitnehmern organisiert ist, doch einige Berufsgruppen, wie Lehrer, Bankangestellte und Hebammen, gehören unabhängigen Gewerkschaften an. Die politische Ausrichtung der beiden großen Gruppen ist sehr verschieden, und die Beziehungen zwischen ihnen sind häufig angespannt, in der letzten Zeit haben die Gewerkschaften jedoch versucht, die Zusammenarbeit zu verbessern.

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Tarifverhandlungen

Tarifverhandlungen werden in Malta in erster Linie auf Unternehmensebene geführt. Arbeitnehmer, die nicht in den Geltungsbereich von Tarifvereinbarungen fallen, werden durch eine Reihe von Anordnungen geschützt, die für spezifische Branchen gelten und in denen Mindestbedingungen festgelegt sind und ein System der partiellen Lohn-Indexierung an die Entwicklung der Lebenskosten.

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Betriebliche Interessensvertretung

In Malta sind es in der Regel die Gewerkschaften, die die Arbeitnehmer auf betrieblicher Ebene vertreten, vorausgesetzt sie werden vom betroffenen Arbeitgeber anerkannt, mit anderen Worten: er ist zu Verhandlungen mit der Gewerkschaft bereit. Doch infolge der Umsetzung von EU-Richtlinien sind neue Regelungen in Bezug auf jene Arbeitnehmer getroffen worden, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Jedoch werden diese Regelungen dem Anschein nach kaum angewandt. Ferner wird den Gewerkschaften nach wie vor eindeutig der Vorrang gegeben, da die Regelungen nicht mehr gelten, sobald eine Gewerkschaft in einem Unternehmen errichtet wurde.

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Unternehmensmitbestimmung

Es gibt in Malta kaum noch Unternehmensmitbestimmung, und Arbeitnehmer sind nur noch in Unternehmen, die Eigentum der Gewerkschaft oder der Labour Party Maltas sind, vertreten.

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Europäische Interessensvertretung

Die meisten maltesischen Arbeitnehmervertreter in europäischen Gremien werden von der gesamten Belegschaft eines Unternehmens gewählt. Allerdings ist die Gesetzgebung betreffend die maltesischen Mitglieder in dem Vertretungsorgan sowie dem Verwaltungsorgan der europäischen Aktiengesellschaft, die gemäß den Auffangregelungen im Anhang der Richtlinie eingesetzt werden, weniger klar.

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Vertretung im Bereich des Arbeitsschutzes

Die Arbeitnehmer in Malta werden im Bereich des Arbeitsschutzes von Arbeitsschutzbeauftragten vertreten. Die gesetzlichen Bestimmungen enthalten jedoch keine Angaben zur Anzahl oder zu den genauen Befugnissen dieser Arbeitnehmervertreter. Arbeitsschutzbeauftragte werden in erster Instanz von den Beschäftigten ausgewählt, und wenn diese keine Wahl treffen, vom Arbeitgeber bestellt.

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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Im Zuge des Privatisierungsprozesses in den 1990er Jahren wurde erstmals eine Börse eröffnet. Seitdem stieg das Interesse der Bevölkerung an Aktienbesitz leicht an, und es wurden in leicht zunehmendem Maße Modelle finanzieller Mitarbeiterbeteiligung aufgelegt. Insgesamt ist der Verbreitungsgrad der finanziellen Mitarbeiterbeteiligung in Malta im europäischen Vergleich allerdings auf niedrigem Niveau.

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