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Schweiz  Schweiz

Länderfakten

Bevölkerung8,112,200
Tarifvertragliche Abdeckung 51%
Gewerkschaftlicher Organisationsgrad 21%
Hauptebene von Tarifverhandlungen

Branche

Betriebliche Interessensvertretung

Betriebsrat

Unternehmensmitbestimmung

nein

Unternehmensstruktur

monistisch

Gewerkschaften

In der Schweiz gibt es heute noch zwei Gewerkschaftsbünde, die aus den politisch-religiösen Richtungsgewerkschaften entstanden sind. Der grösste ist der aus der sozialistischen Tradition entstandene Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) mit 16 Verbänden und 368.800 Mitgliedern. Der zweite Bund ist die aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung hervorgegangene „Travail Suisse“ mit 11 Verbänden und 164.500 Mitgliedern (Zahlen jeweils 2011).

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Tarifverhandlungen

Die dominante Verhandlungsebene ist der Sektor bzw. die Branche. Neben den grossen Branchenverträgen gibt es auch zahlreiche Kollektivverträge mit einzelnen Firmen. Kollektivverträge können von der Bundesregierung (oder bei regionalen Verträgen von den Kantonsregierungen) auf Antrag der Verhandlungspartner allgemeinverbindlich erklärt werden. Die Bedeutung der Allgemeingültigkeit von Tarifverträgen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dies ist ein wesentlicher Grund für den höheren Anteil der Arbeitnehmer, die durch Tarifverträge abgedeckt sind.1

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Betriebliche Interessensvertretung

Das Recht auf eine betriebliche Mitsprache besteht erst seit Einführung des Mitwirkungsgesetzes im Jahr 1993. Damals wurde eine gewisse Anpassung an das europäische Recht vollzogen. Arbeitnehmer haben grundsätzlich ein Informations- und Konsultationsrecht. In Betrieben mit mindestens 50 Arbeitnehmern gibt es das Recht auf eine Arbeitnehmervertretung. Diese ist unabhängig von der Gewerkschaft. In der Regel sind aber wenigstens ein Teil der Arbeitnehmervertretenden Mitglied einer Gewerkschaft und/oder werden von den Gewerkschaften beraten.

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Unternehmensmitbestimmung

Es gibt keine Mitbestimmung der Arbeitnehmer auf Unternehmensebene.

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Europäische Interessensvertretung

Da die Schweiz weder Mitglied der EU noch des EWR ist, gibt es keine Verpflichtung zur Übernahme von Richtlinien, welche die Vertretung der Arbeitnehmer betreffen. Es existieren deshalb auch keine gesetzlichen Bestimmungen für die Umsetzung der Richtlinie 2009/38/EG über Europäische Betriebsräte oder die Richtlinie 2001/86/EG über die SE-Betriebsräte.

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Vertretung im Bereich des Arbeitsschutzes

Den Arbeitnehmenden oder deren Vertretung im Betrieb steht in allen Fragen des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit ein Mitwirkungsrecht zu. Der Arbeitgeber hat über diese Fragen umfassend zu informieren und die Arbeitnehmenden vor einer zu treffenden Entscheidung zu konsultieren.

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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Gemäss einer Untersuchung aus dem Jahr 2001gibt es in knapp 10 Prozent der Unternehmen Modelle zur Kapitalbeteiligung der Angestellten. Dabei gibt es in Unternehmen mit über 500 Beschäftigten deutlich mehr Kapitalbeteiligungsmodelle als in kleinen und mittleren Unternehmen.

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