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Gewerkschaften

In der Schweiz gibt es heute noch zwei Gewerkschaftsbünde, die aus den politisch-religiösen Richtungsgewerkschaften entstanden sind. Der grösste ist der aus der sozialistischen Tradition entstandene Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) mit 16 Verbänden und 368.800 Mitgliedern. Der zweite Bund ist die aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung hervorgegangene „Travail Suisse“ mit 11 Verbänden und 164.500 Mitgliedern (Zahlen jeweils 2011).

In der Schweiz gibt es heute noch zwei Gewerkschaftsbünde, die aus den politisch-religiösen Richtungsgewerkschaften entstanden sind. Der größte ist der aus der sozialistischen Tradition entstandene Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) mit 16 Verbänden und 366.811 Mitgliedern. Der zweite Bund ist die aus der christlichen Gewerkschaftsbewegung hervorgegangene „Travail Suisse“ mit 12 Verbänden und 165.542 Mitgliedern (Zahlen jeweils 2012).

In beiden Bünden dominieren zwei Verbände, welche durch Fusion aus verschiedenen Industrie- Dienstleistungs- und Baugewerkschaften entstanden sind. Beim SGB ist es die Gewerkschaft Unia, bei der Travail Suisse handelt es sich um die Gewerkschaft Syna, die beide jeweils rund die Hälfte der Mitglieder ihres Bundes stellen.

Wie in anderen Ländern gibt es in der Schweiz auch noch Überreste der Aufspaltung der Gewerkschaftsbewegung nach sozio-ökonomischen Gruppen (Angestellte und Arbeiter). Ein Teil der Angestelltenverbände ist in der Travail Suisse aufgegangen, ein Teil im SGB. Einige gewichtige Verbände sind „unabhängig“ geblieben. Insgesamt umfassen diese unabhängigen Arbeitnehmerorganisationen 206.682 Mitglieder. Die größten sind der Kaufmännische Verband Schweiz (SKV) und der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer mit je rund 50.000 Mitgliedern.

Die Gesamtzahl aller in Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen organisierten Mitglieder belief sich 2012 auf 738.388 Personen. Die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahren leicht zurückgegangen, nämlich seit 2002 um rund 39.000 Personen oder 4,5 Prozent. Dies betraf beide Gewerkschaftsbünde und auch die unabhängigen Arbeitnehmerorganisationen. Der gewerkschaftliche Organisationsgrad sank in diesem Zeitraum von 25 % auf 20,3 %.1 Das Verhältnis der Mitgliederzahlen zwischen SGB, Travail Suisse und den unabhängigen Verbänden ist seit Jahren konstant (Verhältnis ca. 50:21:29). Deutlich zugenommen hat der Anteil der Frauen an den Mitgliedern.

SGB ​​und Travail Suisse sind Mitglieder des Europäischen Gewerkschaftsbundes (ETUC).


Hans Baumann (2014) für worker-participation.eu