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Slowakische Republik  Slowakische Republik

Länderfakten

Bevölkerung5,404,322
Tarifvertragliche Abdeckung 35%
Gewerkschaftlicher Organisationsgrad 17%
Hauptebene von Tarifverhandlungen

Branche und Unternehmen

Betriebliche Interessensvertretung

Gewerkschaft und Betriebsrat

Unternehmensmitbestimmung

ja: staatliche und private Unternehmen

Unternehmensstruktur

dualistisch

Sources: see individual country sections; where a range of figures has been quoted, the lower number has been taken

Gewerkschaften

Der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der Slowakei liegt bei rund einem Sechstel Beschäftigten. Damit ist er dort höher als in vielen anderen Ländern Mittel- und Osteuropas. Es gibt einen dominierenden Gewerkschaftsbund in der Slowakei, KOZ SR, wobei die einzelnen Gewerkschaften über eine erhebliche Autonomie verfügen und sehr einflussreich sind.

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Tarifverhandlungen

In der Slowakei finden Tarifverhandlungen auf Branchen- und Betriebsebene statt. Zwischen 35 und 40 % der Arbeitnehmer sind durch Tarifverträge gedeckt. Dieser Prozentsatz ist in den letzten Jahren zurückgegangen und könnte aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen weiter sinken. Betriebliche Tarifverträge sind ein wichtiges Instrument zur Festlegung des effektiven Arbeitsentgelts, was zu erheblichen Unterschieden in der Vergütung zwischen den einzelnen Unternehmen führt.

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Betriebliche Interessensvertretung

In den vergangenen Jahren sind die rechtlichen Vorgaben zur Vertretung auf betrieblicher Ebene erheblich geändert worden, zum Vorteil der Betriebsräte gegenüber den betrieblichen Gewerkschaftsorganisationen. Beide Gremien dürfen nunmehr im selben Betrieb existieren, und die Befugnisse werden unter ihnen aufgeteilt. Infolge der Änderungen, die von den verschiedenen Regierungen vorgenommen wurden, waren diese Befugnisse in den letzten Jahren unterschiedlich verteilt.

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Unternehmensmitbestimmung

In privatwirtschaftlichen Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten haben die Arbeitnehmer das Recht, ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder zu bestellen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. In staatlichen Unternehmen haben sie das Recht, die Hälfte der Aufsichtsratsmitglieder zu benennen.

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Europäische Interessensvertretung

Generell werden die slowakischen Mitglieder in europäischen Gremien, d.h. sowohl in Europäischen Betriebsräten als auch in den Gremien der Europäischen Aktiengesellschaft, von den Arbeitnehmervertretern (sofern solche vorhanden sind) gewählt, die Gewerkschaftsvertreter und/oder Betriebsratsmitglieder sein können. Die einzige Ausnahme bilden die slowakischen Vertreter im Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan der Europäischen Aktiengesellschaft. Diese werden nämlich von der gesamten Belegschaft gewählt.

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Vertretung im Bereich des Arbeitsschutzes

In der Slowakischen Republik werden die Arbeitnehmerinteressen im Bereich des Arbeitsschutzes von Sicherheitsbeauftragten wahrgenommen. Diese sind Arbeitnehmer, die nicht gewählt sondern in erster Instanz von der Gewerkschaft oder vom Betriebsrat benannt werden. In größeren Unternehmen (mit mehr als 100 Beschäftigten) muss ein gemeinsamer Arbeitsschutzausschuss eingerichtet werden, der aber nur einmal pro Jahr zusammentritt.

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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

In der Slowakei spielen Kapitalbeteiligungen von Arbeitnehmern keine wichtige Rolle. Anders als in anderen osteuropäischen Ländern hatte der Privatisierungsprozess, der Anfang der 1990er Jahre eingeleitet wurde, keine bedeutenden Auswirkungen auf die Entstehung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen. Erfolgsbeteiligungen sind in der Slowakei hingegen im europäischen Vergleich relativ weit verbreitet. Die finanzielle Mitarbeiterbeteiligung findet in der öffentlichen Diskussion derzeit keine besondere Beachtung.

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