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Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung

Das Rechtssystem in Zypern sieht keine spezifischen Bestimmungen in Bezug auf Kapitalbeteiligungs- oder Erfolgsbeteiligungsprogramme für Arbeitnehmer vor. Alle zypriotischen Unternehmen unterliegen dem Gesellschaftsrecht, das keine besonderen Vorschriften für Erfolgsbeteiligungsmodelle und lediglich einen ungenauen Verweis auf die Mitarbeiterkapitalbeteiligung enthält. Jedem Unternehmen steht es frei, seinen Beschäftigten im Rahmen von Anreizsystemen Aktienbezugsrechte zu gewähren.

 

 

Es gibt keine Steuervergünstigungen speziell für Belegschaftsaktien. Genossenschaften unterliegen dem „Gesetz über Genossenschaften“, das 2002 an EU-Rechtsvorschriften angeglichen wurde. Dieses Gesetz sieht vor, dass Genossenschaften entweder als Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder als Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung eingetragen werden. In beiden Fällen stellt das Gesetz jedoch klar, dass Genossenschaftsmitglieder nicht persönlich für Verbindlichkeiten der Genossenschaften in Haftung genommen werden können. Nur in dem Fall, dass eine Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung liquidiert wird, haften die Genossenschaftsmitglieder persönlich. Es wird gesetzlich nicht vorgeschrieben, dass Angestellte einer Genossenschaft gleichzeitig Mitglieder der Genossenschaft sein müssen. In der Praxis ist dies jedoch häufig der Fall. Die Mitglieder einer Genossenschaft können außerdem bestimmte Kreditfazilitäten in Anspruch nehmen.1

Wilke, Maack und Partner (2014) Länderberichte über finanzielle Mitarbeiterbeteiligung in Europa. Erstellt für www.worker-participation.eu. Die Berichte wurden erstmals 2007 veröffentlicht und 2014 vollständig aktualisiert.