Tschechische Republik
Länderfakten
| Bevölkerung | 10,506,813 |
|---|---|
| Tarifvertragliche Abdeckung | 41% |
| Gewerkschaftlicher Organisationsgrad | 17% |
| Hauptebene von Tarifverhandlungen |
Unternehmen |
| Betriebliche Interessensvertretung |
Gewerkschaft (oder Betriebsrat) |
| Unternehmensmitbestimmung |
ja: staatliche und private Unternehmen |
| Unternehmensstruktur |
dualistisch |
Tarifverhandlungen
Rund 40% der Arbeitnehmer in der Tschechischen Republik sind von einem Tarifvertrag umfasst, überwiegend auf betrieblicher Ebene, aber in vielen Betrieben wird überhaupt nicht verhandelt. In einigen Sektoren gibt es Branchenvereinbarungen, deren Verbindlichkeit nach den Gesetzesänderungen von 2005 auch wieder ausgeweitet werden kann.
more ...Betriebliche Interessensvertretung
Der Gewerkschaftsausschuss auf Betriebsebene ist nach wie vor das wichtigste Vertretungsorgan für die Beschäftigten im Betrieb. Dazu kann ein Betriebsrat eingesetzt werden, dessen Rechte nicht ganz so weit gehen. Gesetzliche Vorschriften, wonach ein Betriebsrat aufgelöst werden muss, sobald eine Gewerkschaftsorganisation im Betrieb errichtet wird, wurden 2008 für verfassungswidrig erklärt. In der Praxis sind Betriebsräte eher selten, in den meisten Fällen gibt es entweder eine Gewerkschaft oder gar keine Vertretung.
more ...Unternehmensmitbestimmung
In mittleren und größeren Aktiengesellschaften können die Beschäftigten für ein Drittel der Mitglieder des Aufsichtsrates Arbeitnehmervertreter entsenden.
more ...Europäische Interessensvertretung
Die meisten Vertreter in europäischen Gremien werden auf gemeinsamen Versammlungen der Arbeitnehmervertreter, d.h. Gewerkschafter und Betriebsratsmitglieder, gewählt – sofern es eine Arbeitnehmervertretung gibt. Die Vertreter im Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan einer Europäischen Aktiengesellschaft werden jedoch ebenso wie in tschechischen Unternehmen von den Beschäftigten gewählt.
more ...Gesundheitsschutz und Sicherheit
Occupational health and safety is central to collective agreements.
more ...Finanzielle Mitarbeiterbeteiligung
Im Gegensatz zu vielen anderen osteuropäischen Ländern wurde in der Tschechischen Republik die Kapitalbeteiligung als Form der finanziellen Mitarbeiterbeteiligung bei Privatisierungen nicht besonders gefördert und spielt folglich keine Rolle für die Eigentumsverhältnisse in der tschechischen Wirtschaft. Systeme der Erfolgsbeteiligung werden praktiziert.1
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